Kaffee im Rückspiegel

Über mich

Hi, ich heiße Rolf, bin 53 und auf einer Reise – im Bulli irgendwo in Europa, in Gedanken in meiner Vergangenheit oder wo immer es mich gerade hinzieht.

 

Nach einer Krebs-Diagnose beschloss ich, mein Leben komplett auf links zu ziehen, gab mein Café in gute Hände und ging. Eine Auszeit zunächst ohne zeitliche Begrenzung. Einfach mal nur Zeit für mich haben, ein neues Lebensgefühl finden, das war der Plan. Also kaufte ich mir einen Westfalia-Bulli und fuhr los. Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

In „Kaffee im Rückspiegel“ schreibe ich über diese Reise und das, was mir unterwegs so passiert. Ich schreibe offen über meine Krankheit, mein Empfinden nach dreißig Jahren Selbstständigkeit und das Leben, so wie ich es heute verstehe.

 

Meine Seite ist weder Reiseblog noch Ratgeber in Lebensfragen. Ich kann und möchte dir nicht sagen, was für dich richtig oder falsch ist, sondern erzähle einfach nur, wie ich die Dinge wahrnehme. Sollten dich meine Erlebnisse und Denkweisen etwas inspirieren können, würde mich das sehr freuen.

 

Rolf Grotegut

 

Leben ist das, was dir passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

(John Lennon)

 

16 Gedanken zu „Über mich

  1. Hallo Rolf, danke für Deinen inspirierenden und wunderbar geschriebenen Blog (und auch die Möglichkeit, die Person hinter dem M Kaffee etwas kennenzulernen). Du kannst offenbar nicht nur Unternehmer und Kaffee, sondern auch Text.

    Viele Grüße vom einem Ex-Bielefelder und von Herzen alles Gute für Deine „große Reise“, die ja vermutlich auch nicht aufhören wird, wenn Du wieder zuhause bist.

    Steffen

    1. Hallo Rolf,
      ich habe Dich gerade bei You Tube mit dem Bericht über Deinen Camper gefunden und habe dabei ganz viel geschmunzelt. Da gibt es doch einige Gemeinsamkeiten. Ich habe meinen Betrieb vor 6 Jahen mit 53 verkauft und einen Hund und einen T5 California angeschafft. Das war das Beste nach vielen Jahren was ich gemacht habe. Mich zu definieren war nicht ganz leicht. Aussteigen / Auszeit nehmen hatte was von „mit dem Rucksack durch Indien“ oder Burn Out. Das war es nicht. „Na Herr Rentner wie gehts denn“ oder „ah noch kein Rentner. Dann Privatier…“ Ging auch nicht. Zum Rentner zu jung, zum Pievatier fehlen ein paar Millionen. Ich bin Feiberufler wenn ich gefragt werde. Und zwar „frei vom Beruf“. Das gefällt mir.

      Mittlerweile war ich mit meinem Hund – die Lotti – vom Nordcap bis Sizilien unterwegs. Ich bereue keinen Tag. Zeit zu haben, zu bleiben wenn es mir gefällt oder mich treiben zu lassen, es gibt mir ein Gefühl von grenzenloser Freiheit. Nur noch für mich verantwortlich zu sein, frei in den Gedanken zu fliegen, das ist nicht bezahlbar. Dabei auf dem Ätna zu nächtigen oder in den Schären von Norwegen – großartig. Übrigens campe ich auch häufiger Wild und wenn was passieren soll, dann wird es passieren. Das kann dann auch auf einem Campingplatz sein und gerade das Wildampen gibt mir noch mehr das Gefühl von Freiheit. Ich hatte vor einigen Jahren einen schweren Autounfall und hatte großes Glück mit heiler Haut da rausgekommen zu sein. Es hat gedauert, aber daraus habe ich gelernt, das Leben ist zu kurz um es mit Angst zu füllen. Heute bin ich ein angstfreier zufriedener Single und geniesse die Zeit.

      Dir wünsche ich viel Spass bei dem was Du vorhast…
      …lieber Gruss

      Jürgen (und Lotti)

  2. Ich wünsche Dir, lieber Rolf, bereichernde Erfahrungen und schöne Begegnungen, die Dir, wenn Du wieder zuhause bist, immer in Erinnerung bleiben werden. An die Du immer gerne zurückdenken wirst und Deinen Erfahrungsschatz so viel reicher machen werden. Erlebnisse, die Dir keiner mehr nehmen kann. Alles Liebe und Gute für Deine Reise…eine Reise, die auch eine Reise in Dein Innerstes mit einschließen und Dich auf Deinem Weg weiterbringen wird.

    1. Liebe Rolf, es war das beste was du gemacht hast; ich war selber in so eine Lage in 2004, ich bin Froh, die Reißleine gezogen zu haben, weil die Nebenwirkung, der Therapie war Schlimmer als der Krebs selber. Jetzt kann ich dir nur Sagen, Lebe deinem Leben, und Genieße Jedem Tag, so wie er fällt und wie er kommt. Jeder Reise, ist eine Reise, zu deinem Wertvolle innere Werten. Viel Erfolg, und jederzeit viel Freude, wenn du Unterwegs bist, alles Gute !

  3. Lieber Rolf, ich wünsche dir von ganzem Herzen das deine Reise dir die schönsten Erinnerungen hinterlässt.
    Ich selbst war knapp 25 Jahre Berufskraftfahrer, in ganz Europa unterwegs, als ich mit 45 Jahren dann Ende letztes Jahr meine Diagnose bekam. Dezember 16 operiert, dass meiste vom Glio Grad IV wurde entfernt, habe ich nach vielen Chemo und Bestrahlungen mein Leben auch völlig geändert. Wir nutzen die Zeit, denn wir leben heute.
    Gestern ist Geschichte,
    Morgen ein Geheimnis
    und Heute ist das Leben.
    Wenn du möchtest kannst du gern mal unter http://www.heiko-maschlers-traum.de in meinen Blog schauen. Wir können leider nur in Deutschland ein bisschen fahren, denn für mehr reicht mein Krankengeld leider nicht.
    Ganz liebe Grüße sendet Heiko nebst Frau Janett

  4. lieber Rolf, alles alles erdenklich Gute und Schöne!
    danke, dass ich deine Beifahrerin sein darf:)
    Herzliche, liebe Grüße aus Wien

  5. Hallo Rolf,

    ich bin über einen Facebook-Beitrag auf Deinem Block gelandet und finde das was Du machst großartig und lese Deine Beiträge sehr gerne. Der Schreibstil ist wirklich klasse. Ich finde mich ständig in den Gedankengängen wieder. Ich habe das grüße Glück keine Gesundheitlichen Belastungen bei mir zu haben und dennoch nahezu frei und unabhängig zu leben. Falls Du evtl. mal Lust auf einen Kaffee an der Algarve rund um Faro hast, dann würden wir Dich gerne einmal persönlich kennen lernen.

  6. Moin Rolf,

    zum Glueck verbindet uns nicht die gleiche Erkrankung, sondern nur das gleiche Auto. 🙂
    Obwohl ich gesundheitlich auch meine Einschraenkungen hatte und habe, mit allen einhergehenden Erfahrungen und Erkenntnissen. Auch darueber, was im Leben wirklich wichtig ist. Falls du nach Lissabon kommst und Tips brauchst, oder Kaffeedurst verspuehrst, schreib einfach.

    Gruss

    Thomas

  7. Hallo Rolf,
    Bin gerade per Zufall auf deinen Blog gestoßen. Mein Mann und ich machen das Gleiche. Wir leben in Australien und reisen in einem campervan ums Land. Er hat ein Melanom und wir haben auch beschlossen dass wir das machen was uns am wichtigsten ist. Und ich schreibe auch einen Blog, ist aber auf englisch. Schau doch mal vorbei bei drauz-macduff.com/blog.
    Ich wünsche dir eine schöne Reise, Gesundheit und
    Glück.
    Renate und Roderick

  8. Liebe Renate, tatsächlich steht Australien noch auf meiner Liste, wenn auch nicht gerade auf der Bulli-Liste. Das Barrier Reef muss ich als Taucher wenigstens einmal gesehen haben, bevor die Korallenbleiche es komplett verschlingt.
    Dir weiterhin alles Gute, liebe Grüße auch an Roderick, und viel Gesundheit und Kraft euch beiden!

  9. Lieber Rolf,

    ich habe zunächst ein Video auf YT über Dich entdeckt. Und dann hier deinen Blog studiert. Ich möchte einfach los werden, dass ich ich zwar nicht kenne und nur einen kleinen Eindruck von Dir habe, Du mich jedoch tatsächlich beeindruckst. Das trifft es ganz gut. Das passiert äußerst (!) selten, aber so ist es: Beeindruckend!
    Ich habe mir selber gemeinsam mit meinen Töchtern einen T5 Transporter in Low Budget Form zum Camper ausgebaut und freue mich wenn sich die Reisen nicht mehr nur auf die Schulferien beschränken.
    Ich wünsche Dir von Herzen alles erdenklich Gute! Ganz wunderbar was Du da machst.

  10. Hallo Rolf, kann man dein Blog verfolgen, ohne einen Kommentar zu hinterlassen? Ich habs nicht hinbekommen, deshalb dieser Kommentar.

    1. Ich hatte mal ein Feld, wo man sich für eine eMail-Benachrichtigung eintragen konnte. Das sah aber nicht gut aus, war mir zu überfrachtet, daher hab ich es wieder herausgenommen. Viele abonnieren den Blog über die Facebook-Seite.

  11. Lieber Rolf, sehr beeindruckend, was du über dich erzählst und Chapeau, dass du es geschafft hast, aus der Tretmühle auszubrechen. Weisst du schon, was du nach den 2 jahren anfangen wirst?
    Aus eigener Erfahrung kann auch ich sagen: carpe diem. nicht völlig ohne Fangnetz, aber zumindest nicht alle träume immer wieder nach hinten verschieben. deswegen haben wir uns den Joker-traum auch mit etwas über 50 erfüllt und nicht mehr mit rente, von der wir nicht wissen, ob wir sie noch erleben, ob wir dann das noch wollen und können … nach Lungenembolie und Aneurysma…
    also: allzeit gutes campen und Hund ist toll als Gesellschaft, als Antidepressivum und zum (gefühlten) sichereren wildcampen 🙂

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