Das Schweigen der Beulen

Mein Bulli und ich sind nicht für diese Jahreszeit gemacht, die letzten Nächte vor meiner Winterpause waren wie im Schockfroster. Ich fahre einen Westfalia Club Joker City mit Adblue-Diesel, 150 PS, Allrad und Automatik. Neben Navigation, Klima, Sitzheizung und Tempomat waren mir Rückfahrkamera, Markise und vor allem Apple Carplay wichtig. Etwas undurchsichtig ist die Funktionsweise der Müdigkeitserkennung, die dem Fahrer unterwegs akustische Warnungen gibt. Wenn ich todmüde bin, passiert da auf jeden Fall nichts. Wenn ich den obersten Hosenknopf öffne, weil der Bauch drückt, piept das Ding aber gleich los. Immerhin als Fetterkennung funktioniert das System also fehlerfrei.

 

Ende April, nach acht Monaten Wartezeit und psychischer Verarbeitung des Kaufpreises, hatte ich den Bulli beim Volkswagen-Händler abgeholt. Frauen freuen sich über Blumensträuße , ich war glücklich mit Gummi-Fussmatten und Diesel im Tank, der laut Bordcomputer für 25 km reichen würde. Eine Gasflasche zum Betrieb des Kochers oder ein Kabel für externen Stromanschluss waren nicht an Bord, aber in der Betriebsanleitung konnte ich mir Bilder davon ansehen.

 

Die Ausbauten von Westfalia sind ganz hervorragend. Die Innenausstattung ist modern und stylisch, der Grundriss sowie technische Lösungen sind durchdacht und praxisorientiert. Dieser kleine Bulli bietet von Küche über Wohnzimmer bis Warmwasserdusche und WC eigentlich alles, was man von zuhause in etwas größer kennt, die Holzbeschichtungen sind kratzfest und sauber verarbeitet. Nur die Wandverkleidungen im Innenraum passten leider nicht, waren teilweise nicht richtig am Fahrzeuggehäuse befestigt und sorgten für Schrabbelgeräusche während der Fahrt. In der Werkstatt wurde das nachgearbeitet, dann war Ruhe. Wer immer das bei Westfalia eingebaut hatte, hätte eigentlich merken müssen, dass da etwas nicht zusammenpasst. Also hat er es trotzdem einfach eingebaut oder ihm wurde gesagt, er soll es trotzdem einfach einbauen. Beides kein schöner Gedanke.

 

Die Dachaufbauten macht Westfalia aus GFK-Kunststoff, leider in meinem Fall mit gleichmäßig wiederkehrenden beuligen Wellen auf der Dachblende in Verlängerung der Frontscheibe. Sieht man einmal genauer hin, erkennt man in den Wellen vier sich abzeichnende Handballen, die auf einen sehr kräftigen Monteur bei Westfalia schließen lassen, der beim Festdrücken dieser speziellen Dachblende, die zunächst erhitzt und dann verklebt wird, mit hohem Körpereinsatz gearbeitet hat. Eine Qualitätssicherung wie in Firmen, die Wert auf Kundenzufriedenheit legen, gibt es bei Westfalia nicht, also wurde der Wagen so wellig ausgeliefert. Oder es gibt doch eine Qualitätssicherung, die die Beulen zwar gesehen, den Wagen aber trotzdem durchgewunken hat. Oder bei Überführung war eine Schutzfolie aufgeklebt, und der Schaden wurde erst beim ausliefernden Verkäufer entdeckt, der ihn mir gegenüber jedoch nicht erwähnenswert fand. Keine dieser Erklärungen will mir gefallen.

 

Westfalia beschäftigt weltweit zwei Personen, die sich mit Kundenreklamationen befassen, habe ich herausgefunden. Die sind gut ausgelastet, niemals persönlich erreichbar und in ihrem abwechslungsreichen Job, der von cholerischen Alphatieren bis gewaltbereiten kräftigen Monteuren allerhand bieten wird, nicht in erster Linie darum bemüht, unnütze Zeit auf eine freundliche Ausstrahlung zu verwenden. Kundenanfragen aller Art werden im ersten Anlauf scheinbar grundsätzlich abgeschmettert. Im zweiten Anlauf, falls der Kunde immer noch vermutet Rechte zu besitzen, wird eine Bearbeitung nach Prüfung des Reklamationsgrundes in Aussicht gestellt. Im Anschluss gehen Monate ins Land, ohne das etwas passiert. Und dann passiert nie mehr etwas. Am Ende bleiben dem Kunden auf dem Weg zur Verjährung zwei Möglichkeiten. Er vergisst den Produktionsmangel und beschließt, sich nicht mehr jeden Tag über diese verdammten blöden Beulen zu ärgern und sie stattdessen schön zu finden, oder er geht zu einem, der händereibend darauf wartet, dass Neuwagen wellig sind.

 

Das hat VW besser raus. Die Jungs von Volkswagen haben am Transporter T6 und dem aktuellen Entertainmentsystem gut gearbeitet. Mit dem Euro-6-Diesel verbrauche ich unterwegs 8,6 Liter bei maximal 120 km/h und Standheizung nachts auf 17 Grad. Adblue zapfe ich möglichst an der Tankstelle, da kosten zehn Liter nur 6 €, und die reichen für 8.000 km. Adblue-Zapfsäulen sind selten, aber die Recherche danach lohnt sich durchaus, denn ein einzelner Liter kann woanders auch schon mal runde 8 € kosten. Der aufgelastete Dreitonner fährt sich handlich und bequem wie ein PKW. In Foren lese ich, neue Bullis seien anfällig, aber meiner ist das bisher nicht. Den Service von Volkswagen würde ich nicht nur als äußerst professionell, sondern vor allem als angenehm ehrlich und menschlich beschreiben.

 

Mit dem Ausbauer dagegen tue ich mich nach den bisherigen Erfahrungen zunehmend schwer, da bleibt mir eigentlich nur noch ein leerer Blick aus Unverständnis und Ratlosigkeit. Ich liebe meinen welligen Bulli, aber als Kunde wie langjähriger Unternehmer betrachte ich die Marke Westfalia heute sehr ernüchtert. Ich sehe, dass viel Potential und noch viel mehr gute Chancen verschenkt werden, die in Westfalia, seiner langen Geschichte und dem einst so positiven emotionalen Image stecken. Der hauseigene zu geringe Qualitätsanspruch, das unzeitgemäße Verständnis von Marketing und die Fehleinschätzung der Kundenzufriedenheit führen Westfalia zunehmend in einen unsinnigen und überflüssigen Konkurrenzkampf, den es sich eigentlich in zurückgelehnter Gelassenheit im Vorbeifahren ansehen könnte.

 

 

Vertrauen wird dadurch erschöpft,
dass es in Anspruch genommen wird.
(Bertold Brecht)

 

Westfalia Club Joker

 

Mein Bulli-Tipp der Woche: Klettnetze für mehr Stauraum an der Decke.

 

26 Gedanken zu „Das Schweigen der Beulen

  1. SUPER
    Danke!
    Schön geschrieben!
    Viel gelacht, obwohl dir sicher beim machen dieser Erfahrungen nicht zum Lachen zu mute war!

    Viel Erfolg
    Und
    Immer genug Gripp unter den Solen

    Bernhard
    aus
    Raesfeld

  2. Moin aus Hamburg,
    auch ich möchte jetzt mal DANKESCHÖN sagen!
    Du schreibst wirklich super!
    Die Erfahrungen die Du mit Westfalia gemacht hast, haben wir mit la strada gemacht und mit Sicherheit eine Menge Anderer mit ihrem Ausbauer auch. Wir kaufen uns kleine fahrende Wohnungen zu Preis von Einfamilienhäusern auf dem Land und hoffen auf einen guten Service (Hoffnung? Hoffnung ist eine Wiese auf der nur die Narren grasen). Zumindest in Sachen Service des Ausbauer und leider auch meistens in Sachen Service des Ausbauhändlers trifft der Spruch zu.
    Aber auch ich freue mich auch über meinen Sprinter immer wieder, optimiere wo ich kann selber oder lasse mir von den wenigen (mit super Service) Vertragshändlern des Grundmodells helfen.
    Ich wünsche Dir und Deinem Bulli eine schöne Winterpause!
    …und wer weiß, vielleicht sieht man sich irgendwo in Europa und ich darf Dir dann die Eigenheiten und Sensoren des Müdigkeitssensors persönlich erklären (als ehemaliger VW Verkäufer).
    Schöne Grüße
    Lutz

    1. Hallo Lutz, auf deine Erklärung der Fetterkennung bin ich gespannt. Ich vermute, dass vorne am Tacho eine kleine Kamera mein Gesicht scannt und wenn ich runterblicke, um während der Fahrt den obersten Hosenknopf zu öffnen, das System annimmt, ich sei nun gerade eingenickt. Ist das so?

      1. Nein, bei VW läuft das ohne Kamera (Volvo hat z.B. eine). Die, sowieso immer vorhanden, Sensoren Lenkwinkel (braucht das ESP), Gaspedal Stellung (braucht das Motorsteuergerät) und die gefahrene Zeit „errechnen“ dass Du müde sein müsstest . Wenn nach einer gewissen Zeit des Fahrens (ca. 3-4 h) ab einer gewissen Geschwindigkeit (ca.65 km/h) Deine Lenk- bzw. Gaspedalbewegungen sich verändern (ruckartiger, zitternder, etc.), man kann dies auch nicht simulieren, warnt die Elektronik Dich. Machst Du Deine Hose nach 30 Minuten auf, dürfte nichts passieren, machst Du sie nach einer längeren Fahrt auf (kurze Pinkelpausen zählen nicht, da rechnet das Steuergerät weiter), erkennt die Elektronik die veränderten Lenk und Gasfuss Bewegung beim Hose öffnen und meldet „Du bist müde, mache bitte eine Pause “. Unter 65 km/h dürfte auch nichts passieren. Die Müdigkeitserkennung ist also nur eine Software die auf sowieso vorhandene Hardware zugreift, ähnlich wie das Abbiegelicht über die Nebelscheinwerfer oder der Berganfahrassistent, rechten Außenspiegel absenken im Rückwärtsgang, etc. alles eine Sache der Programmierer

      2. Darauf wäre ich so in tausend Jahren nicht gekommen. Jeder Tag ohne zu lernen ist ein verschenkter Tag, der heutige ist es nicht. Hab vielen Dank für deine Erklärung, Lutz!

  3. Sehr gut und unterhaltsam geschrieben und gut analysiert!
    Wir haben einen Umbau eines kleinen Unternehmens und als da z.B. Wassereinbruch an der Heckklappe war, haben die sofort den Dichtungsgummi getauscht. Als sich dann aber die dritte Bremsleuchte als Ursache herausstellte, hatten wir in 3 Tagen eine Neue. Die habe ich dann eben reingeschraubt. Alles ohne Probleme.
    Ich lege Deinen Blog mal in meine Favoriten und behalte Dich auf Deiner Tour im Auge! Wünsche immer genug Straße unter den Rädern! Gruss aus dem Rheinland

    1. Hallo Uwe, ich muss zugeben, dass ich mich vor meiner Bestellung von der langen Tradition Westfalias habe blenden lassen und gar keinem anderen Anbietern eine Chance gegeben habe. Meinen Bus mag ich ja trotz der Beulen, aber beim nächsten mal würde ich auf jeden Fall auch mal nach links und rechts gucken vor einer Bestellung, das ist nie verkehrt.

  4. Hi, fahre den Club Joker (einen der letzten 140PS TDIs ohne AdBlue-Gedöns) seit einem Jahr und bin super zufrieden. Hatte keinerlei Probleme, keine Dellen, keine losen Teile.
    Der Wagen fährt sensationell, man kann unauffällig in Innenstädten übernachten oder komfortabel mit Frau und Kind durch Norwegen cruisen.
    Ich hoffe, du lässt dich mehr von den Vorzügen inspirieren und achtest weniger auf irgendwelche uninteressanten Dellen. Schliesslich haben wir doch auch welche, oder?

    1. Diese Antwort gefällt mir sehr….

      …wie auch dieser Blog! Klasse gemacht, schöne Fotos, interessanter und humorvoller Schreibstil. Viele Aussagen kann ich voll bestätigen!

      Ich habe mich leider auch öfters in der Vergangenheit von guten und redegewandten Verkäufern blenden lassen. Von Traditionsfirmen mit klingenden Namen. Firmen, wo der Name vor Jahren noch Garant für beste Qualität war! Das geht quer Beet. Ob Fahrzeughersteller, Zulieferant, Ausbauer, Teilehersteller …..

      Leider geht bei vielen Produkten dieser Traditionsfirmen aus Profitgier und Gewinnmaximierung immer mehr an Qualität verloren. „Deutsche Wertarbeit“ war mal….

      Wenn ich es könnte, würde ich mir selbst einen Bulli zum Camper ausbauen. Zum Bulli gibt es für mich persönlich keine Alternative aus unterschiedlichen Gründen. Das Teil ist handlich, wendig, unauffällig, bietet all das was ich mir immer gewünscht habe. Eine kleine Wohnung auf 4 Rädern. Für Stadtindianer und Naturfreaks. Ich habe meinen VW Bus auf vielen Reisen schätzen gelernt. Ich würde persönlich keinen größeren Camper fahren wollen. Aber jedem das Seine…. Ich kenne viele, denen wäre der Bulli zu eng zu klein. Für mich als ehemaligen Rucksack-Reisenden und auch gelegentlich Fahrrad-Reisender ist der VW-Bus eine rollende 5-Sterne Suite 🙂

      Ich habe seit fast 4 Jahren einen teuer gekauften Werks-California (vorher 3 Jahre das baugleiche Modell) und konnte in 7 schönen Jahre all die Vorzüge des Reisens mit Bulli erleben. Hoffe jetzt aber jeden Tag, dass der Motor (132kW BiTurbo) hält. Bei meinem T5.2 Modell kann nämlich der Ölverbrauch ab ca. 70.000 km Fahrleistung stark ansteigen. Bis hin zum Motorschaden kann es führen. VW hat hier bereits eine Reihe von defekten Motoren ausgetauscht. Die Berichte in California Foren überschlagen sich und ich muss aufpassen, mich da nicht reinzusteigern. Ich vergesse dann nämlich leider, warum ich mir den Bulli überhaupt gekauft habe… um Freiheit auf Reisen zu erleben!

      Ich habe nun beschlossen mir dazu keinen Kopf mehr zu machen, zu reisen und das wunderbare Reisen im Bulli zu genießen. Dann soll kommen was kommen will. Ich werde bzw. VW wird dann eine Lösung haben….

  5. Danke Rolf, auch für ehrliche Worte zur Autowahl :-).
    Ich habe mir dieses Jahr meinen ersten Neuwagen gekauft und das, nachdem ich 25 Jahre ohne Auto (allerdings meist mit Motorrad) und davor mit einem wirklich alten Käfer gut klar kam. Ich entschied mich in Sekunden für einen Hochdachkombi „günstige Marke – gute Ausstattung“ und bin sehr zufrieden. Aber manch kleine Zweifel sind schon da (was wäre wenn man rechts und links geschaut hätte?).
    Zutreffend auch beim günstigen Wagen: Die Tankfüllung beim Abholen nahezu leer. Ich bin beruhigt, dass es auch im hochpreisigen Bereich so zu geht…
    Dann bin ich 5 mal quer durch Deutschland gefahren, um ein Haus zu finden. Gefunden, Umzug steht nächstes Jahr an. Solange steht er nun meist rum, aber wenn ich ihn brauche machte er alles gut!
    Welch Lebensluxus „Autosörgelchen“ zu haben; und schön, dass wir das alle verstanden haben.
    Liebe Grüße aus Freiburg

    1. Liebe Susanna, danke für deinen Kommentar, über den ich sehr schmunzeln musste, weil er so schön passt. Frauen und Autos sind anders als Jungs und Autos…

  6. Hallo lieber Rolf,
    wieso warst es denn so kalt, wenn du doch eine Standheizung hattest. Reichten 17 Grad nicht?
    Schöner und lustiger Text ansonsten!
    Lieben Gruß
    Achim und Claudia (immer noch in Portugal )

    1. Hallo ihr Zwei, wie schön von euch zu hören. Ich beneide euch. Portugal fehlt mir sehr, ich hätte mir doch besser einen schönen Platz dort irgendwo zum Überwintern sichen sollen. Was die Standheizung angeht, kommt oben bei meinem Zeltdach nicht besonders viel an, weil der Auslass der ansonsten guten Heizung unten hinter dem Beifahrersitz ist. Euch noch eine sehr schöne Zeit und hoffentlich sehen wir uns dann 2018!

  7. Hallo Rolf!
    Zunächst einmal möchte ich Dir zu Deinem sehr schönen Blog gratulieren, den ich gerne verfolge. In Deinen Gedanken kann ich meine eigenen oft wiederfinden.
    Was Dein Kälteproblem betrifft: versuch es doch einmal mit einem Wäschetrocknerschlauch aus dem Baumarkt als Verlängerung zwischen Auslass der Standheizung und Deinem Nachtlager!
    Viele Grüße und allzeit gute Fahrt
    Wulf

  8. Hallo Wulf, also das ist eine ganz fantastische Idee mit dem Schlauch, die ich auch umsetzen werde. Seltsam, dass ich nie an sowas gedacht habe. Dir vielen Dank und bleib gesund!

    1. Da bitte ich um Erfahrungsbericht! -Gute Idee-
      Ich habe mal die Düse der Heizung abgeschraubt und dahinter war ein Schlauch mit einer Alufolie drauf… aber der ist wohl so gut wie nicht Flexibel.
      Gruß
      Uwe

    2. Hallo Rolf, hast Du das mit dem Wäschetrocknerschlauch schon ausprobiert? Es gibt da sonst noch die etwas „elegantere Lösung“ mit den Heizungsluftschläuchen die Du eh schon in Deinem Auto verbaut hast. Z.B.: https://www.kfz-komfort.de/kfz-komfort/heizluftleitungen/
      Wenn Du den Luftausströmer bei Dir abnimmst, kannst Du mit einem passenden Adapter und einem langen passendem Schlauch diesen Luftausströmer verlängern. Bei längeren Reisen im Winter, sollte man über eine feste Verlegung, hinter den Verkleidungen, bzw. der Möglichkeit einer zweiten Luftheizung nachdenken…
      …meine Meinung. Ich friere auch nicht gerne!

      1. Nein, ich mache das alles erst im neuen Jahr. Es soll aber eher die einfache Lösung werden, kein Komplettumbau. Ein großer Winter-Camper möchte/werde ich ohnehin nie werden, draußen vor dem Bulli bleibt es ja trotzdem kalt.

  9. Moin moin
    Es gibt da ein CALI CAP ,ist eine Kunstoffplane die über das geöffnete Dach gezogen wird,dadurch ergibt sich eine Isolierung und es bleibt kuschelig!
    Gibt es für California,bei Deinem öffnet das Dach anders herum aber im Prinzip sollte es passen.Wäre doch eine Überlegung wert.
    Hang Loose und weiter so
    Norbert

    1. Hallo Norbert,
      den Gedanken hatte ich schon mal. So ein Cap gibt es auch für den Club City, aber wenn man alleine reist, ist das Auf- und Abziehen von dem Ding derart haarig, dass ich es wieder zurückgab. Eigentlich ist unvermeidlich, dass du dir das Dach zerkratzt, wenn das Teil einmal Kontakt mit Nässe und Boden hatte.
      Es bietet sich nur an, wenn man zu zweit unterwegs ist und so lange an einem Stamdort stehenbleibt, dass sich der ganze Umstand lohnt. Mich hat es nicht überzeugt.
      Trotzdem vielen Dank für den Hinweis und sonnige Zeiten!

  10. Hallo Rolf, Campinie macht die Mütze für den Joker. Ich habe sie selbst, und jetzt über den Jahreswechsel alleine auf- und abgezogen (zwangsweise, weil meine Frau zurzeit gerade auf Krücken läuft). geht also. verstehe aber, wenn dir das zu aufwändig ist alleine.
    Wir haben mit Heizlüfter und, wenn wir es richtig kuschelig wollten, zusätzlich mit Standheizung geheizt. Das ging problemlos, setzt aber Strom voraus.
    Mit Westfalia haben wir ähnlich viele negative Erfahrungen gemacht, und sind auch total enttäuscht von dem nicht vorhandenen Service im Verhältnis zum Preis. …
    Nichtsdestotrotz erfreuen wir uns sehr am Auto, haben das Gefühl, ein hochwertiges Teil erhalten zu haben und hoffen jetzt einfach, dass der Autohändler, bei dem wir unseren Joker erstanden haben, mit Rat und Tat bei Bedarf zu Seite steht.
    Ich habe im Vorfeld viel rechts und links geguckt, aber diese Komplettausstattung hat sonst niemand geboten. Und da wir vorher im Caddy geschlafen hatten und schon das kannten vom immer ein- und ausräumen müssen bei Ankommen/Abfahren, war jetzt ein ganz wesentlicher Fokus in der Tat auf „alles in einem“ und auch kein Bett erst bauen müssen, bevor man schlafen geht. Und der California hat mir im Gegensatz zum Joker zu wenig Raumfreiheit – da spielt sich ja alles bei der Zwischentüre ab.
    Sprich: es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, und mit dem Kompromiss sind wir bislang sehr zufrieden.
    Allzeit gute Fahrt und vor allen Dingen Gesundheit! Ursula

    1. Man braucht sich wirklich nichts vormachen, Wagen mit Zeltdach machen im Winter keinen Spaß, ob mit Mütze über Dach oder nicht. Es innen warm zu kriegen, geht irgendwie noch, es gibt ja arktistaugliche Schlafsäcke und Heizung, aber draußen ist und bleibt es fies. Also da ziehe ich dann doch ein festes Dach überm Kopf vor. Oder Asien.

      1. Asien ist die bessere Wahl 🙂 Mein Cali ist ein toller Camper von Mai – Oktober. Oktober auf Sardinien oder Portugal nahezu ideal. Die Hitze und der Massentourismus im Juli-August ist in südl. Regionen Europas für mich auch nicht auszuhalten. Dann kann man schön in die Berge oder Schottland, Nordeuropa erkunden. Das größte Geschenk ist die Zeit die man sich schenkt um solche Reiseziele auch stressfrei zu erreichen. 6-8 Wochen Zeit für eine der genannten Regionen zu haben ist Luxus pur!

  11. Hallo,
    Gratulation zum sehr schön geschriebenen Blog.

    Zum Thema Auto und Qualität kann ich dir nur beipflichten. Ich fahre einen damals neuen T5.2 California, der in den ersten Wochen gleich mehrere Male zur Reperatur diverser Kleinigkeiten in der Wetkstatt war. So Weit so schlecht. Inzwischen bastle ich selber sehr viel am Bulli und bin erstaunt wie schlampig der Wagen unten drunter versrbeitet ist. Wenn man erst mal diverse Verkleidungen ab hat, kommen kommen fehlende Befestigungen oder totgedrehte Kreuzschlitzschrauben zum Vorschein, die einen zur Verzweiflung treiben können. Und das zu einem Preis, zu dem man auch einen günstigen Porsche bekommen würde. Porsche würde sich sowas nicht trauen. Aber wer will schon einen Porsche? Der hat ja keinen Herd und keinen Kühlschrank.

    Ich habe mir aber das Aufregen abgewöhnt und verwende die dabei eingesparte Körperenegrie lieber dafür, mi meinem Bulli in der Sonne zu sitzen und mit voll und ganz dem Nichtstun hinzugeben. Das ist anstregend genug 😉

    Dir eine gute Zeit und immer genügend Diesel (und Adblue) im Tank

    1. Inzwischen hat Westfalia dem Nacharbeiten der Beulen kooperativ zugestimmt, sie lackieren den Bereich zumindest neu. Damit bin ich zufrieden, auch wenn seit Wochen wieder nichts passiert. Dir auch alles Gute, Till.

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